Start ÜBER UNS abwehrender Brandschutz

Maßnahmen im Brand-  und Katastrophenschutz der letzten 15 Jahre

Viele Tätigkeiten wurden im Laufe der Zeit der Feuerwehr zugeordnet. Nach dem Motto: Retten – Löschen – Bergen waren früher vor allem Brände die Herausforderung für die „Florianijünger“. Heute versteht man unter dem Begriff Feuerwehr eine Hilfsorganisation, deren Aufgabe es ist, bei Bränden, Unfällen, Überschwemmungen und ähnlichen Ereignissen Hilfe zu leisten, d. h., Menschen, Tiere und Sachwerte zu retten, zu schützen und zu bergen. Hauptaufgabe ist jedoch das Retten, das Priorität vor allen anderen Aufgaben hat.

Auch Industriebetriebe haben mit zunehmender Technologisierung ihren Brandschutz an den Stand der Technik herangeführt.

Die Andritz AG - vormals Maschinenfabrik Andritz – wurde im Jahre 1852 durch Josef Körösi als Gießerei und  Maschinenfabrik gegründet. 17 Jahre später  (1869)  wurde die „Freiwillige Betriebsfeuerwehr Maschinenfabrik Andritz“ aus der Taufe gehoben. Ausschlaggebend waren sicher Brände im Gießereibetrieb, wo mit einfachsten Behelfen versucht wurde, diese zu löschen. Als Löschmittel stand damals in erster Linie Wasser zur Verfügung. Sogenannte Wasserspritzen (Doppelhandpumpen), die von zwei bis vier Feuerwehrkameraden betrieben wurden, förderten das Löschwasser durch  Schlauchleitungen, wo mit wenig Druck und geringer Wassermenge versucht wurde die Feuersbrunst zu bekämpfen. Viele Hürden - von der Bevorratung bis zur Aufbringung von Löschwasser - waren nur schwer überwindbar und konnten, wenn überhaupt, nur mit intensiven Personaleinsätzen bewältigt werden.

Der BtF Andritz AG stehen heute hochmoderne und leistungsstarke Geräte für den abwehrenden Brandschutz zur Verfügung. Die Hauptaufgabe jedoch liegt im vorbeugenden Brandschutz.
Bauliche, technische und organisatorische Maßnahmen dienen dem  Zweck, Entstehungsbrände möglichst rasch zu detektieren und deren Ausbreitungsmöglichkeit zu beschränken. So wurde am Standort Graz ein Brandmeldesystem mit über 1200 automatischen Meldern  und  8 Teilzentralen für das gesamte Werksareal und Bürohaus installiert. Die Hauptzentrale ist beim Portier Bürohaus untergebracht.  Diese verfügt über eine Visualisierung, die bei Brandalarm automatisch den ausgelösten Melder am Bildschirm anzeigt und die dazugehörende Brandmeldekartei für die Einsatzkräfte als Ausdruck bereit stellt.

BMZBrandmeldezentrale mit Evakuierungseinrichtung und Visualisierung

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Brandmeldekartei für die Einsatzkräfte  (Vorder- und Rückseite einer Meldergruppe)

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Für höchst schützenswerte Anlagen gibt es die Möglichkeit einer Brandfrühersterkennung mittels Ansaugsysteme und einer sensiblen Auswerteelektronik, oder es wird eine Brandentstehung unmöglich gemacht, indem man den Sauerstoffgehalt in der Umgebungsluft reduziert.

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Sprinklerzentrale:

Sprinkleranlage_1
Dieselbetriebene Sprinklerpumpe (10 m³/ min)

Gesetzliche Auflagen, aber auch die zunehmende Sensibilisierung der Versicherungsgesellschaften bewirken oftmalig eine Anpassung des internen Sicherheitskonzeptes für den Brand- und Katastrophenschutz.

So wurde im Jahre 2006 eine stationäre Löscheinrichtung, sogenanntes Sprinklersystem, im gesamten Hochregal- und Flachlager nachgerüstet. Zur  Wasserbevorratung dient ein 1000 m³ Stahltank (ehemaliger Heizöltank), deren adaptierte Auffangwanne als geschlossener Raum zwei redundante Sprinklerpumpen, alle Ventilstationen, Brandmeldezentrale  und diverse Hilfsaggregate frostsicher für den Einsatz bereit hält.

Sprinkleranlage_3
Ventilstation (7 Gruppen)

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Steuerschrank mit BMZ           

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Ein großes Brandrisiko kann bei  Um- und Neubauten entstehen oder auch bei Reparaturarbeiten, bei denen eine sogenannte „Heißarbeit“ durchgeführt wird. Immer wieder sind Großbrände auf solche Tätigkeiten zurückzuführen.Brennschneiden, Schleifen, Schweißen, Flämmen und dergleichen sind in gefährdeten Bereichen vor Beginn mit dem Brandschutzbeauftragten abzustimmen.

Maßnahmen wie z.B. Freiräumen und/ oder Abdecken des Gefahrenbereiches, Bereitstellen einer Schweißwache der Betriebsfeuerwehr während der Tätigkeit bis hin zur Festlegung einer Nachkontrolle in angemessenen Zeitabständen werden mittels  Freigabescheinen dokumentiert und vor Beginn der Arbeit von der ausführenden Firma/ Abteilung unterzeichnet.

Durchgeführte bauliche Maßnahmen wie die Errichtung von Brandabschnitten im Zuge von Hallensanierungen verhindern das unkontrollierte Ausbreiten von Feuer über eine bestimmte Zeit.

Schweißwache bei Umbauarbeiten

Brandschutzwand_1

Brandschutzwand_2

Errichtung Brandschutzwand Halle G4:

Es entspricht der Lebenserfahrung, dass mit der Entstehung eines Brandes jederzeit gerechnet werden muss.

Die Tatsache, dass es längere Zeit keinen größeren Brandschaden gab  ist einerseits den Präventivmaßnahmen zuzuschreiben, andererseits aber auch Glück, das jederzeit zu Ende sein kann.


ABI Alois Glettler 

 

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