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Die Berufsfeuerwehr Graz wurde als „städtisch besoldetes Pompiercorps“ 1853 nach der Wiener Feuerwehr als 2. Berufsfeuerwehr in Österreich ins Leben gerufen. 1869 erster Kommandant der Betriebsfeuerwehr Maschinenfabrik Andritz war nach „Steiermärkischer Feuerwehr-Gauverband Statistische Tabelle“ der Werkmeister Hauptmann Franz Kliepera der nach statistischem Stand der Tabelle vom August 1875 mit seiner 52 Mann zählenden Wehr nachstehende technische Einsatzgeräte zur abwehrenden Brandbekämpfung zur Verfügung standen. |
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1873 erfolgte die Veröffentlichung des „Grundgesetzes der Andritzer Freiwilligen Feuerwehr“ deren § 1 lautete: Zweck der freiwilligen Feuerwehr in Andritz ist, bei Bränden in der eigenen Gemeinde (Andritz war zu dieser Zeit noch kein Bezirk von Graz Anm. d. Verfassers) bei Bränden der eigenen Gemeinde und nach Möglichkeit in der nächsten Umgebung geordnete Hilfe zu leisten. 1892 waren 25 stolze Feuerwehrmänner der BTF Andritz für den abwehrenden Brandschutz verantwortlich. Bereits zu dieser Zeit technisch gut ausgerüstet hatten sie umfangreiches technisches Gerät zu bedienen. Dazu gehörten unter anderem: Löschgeräte eine Knaust´sche Abprotzspritze mit Vorderwagen eine Karrenspritze einzylindrig ein Wasserwagen Technisches Gerät Steiggeräte (Leitern) Eine Augsburger Schiebeleiter Eine dreiteilige Stockleiter mit Stützstangen Eine einteilige Köl´sche Stockleiter Eine zweiteilige Köl´sche Stockleiter Zwei vierteilige Dachleitern Sechs Hackenleitern Drei tragbare Schlauchhaspeln mit 350m Druckschlauch Zwei fahrbare Schlauchhaspeln mit 200m Hydrantenschlauch Sowie 7 Überflurhydranten an strategisch wichtigen Punkten zur umfassenden Wasserversorgung im Werk. |
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Mitglieder der Feuerwehr: |
Geräte der Feuerwehr: |
Schlauch in Meter: |
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1914 und danach Gut Ausgebildet, körperlich fit und Organisiert wurde bis Jahresende 1914 mindestens die Hälfte der Feuerwehrleute zum Kampf an die Fronten gerufen, dazu kam noch die „Pferdemusterung“. Wehrdienst taugliche Pferde die in dieser Zeit die Einsatzgeräte mobil hielten, wurden zum Dienst in den Krieg eingezogen. Die Schlagkraft der Feuerwehr wurde dadurch stark beeinträchtigt. |
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1932 Die Turbulenzen der ersten Weltwirtschaftskrise haben auch die Maschinenfabrik Andritz gestreift und so wurde das Werk für einige Monate stillgelegt. Die Feuerwehrmänner der Freiwilligen Feuerwehr hielten ihren Dienst und die Verantwortung aufrecht, und waren auch zu dieser Zeit stets einsatzbereit |
Die Kommandanten und Kommandantenstellvertreter ab 1938
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Wehrführer Wenzel Schlapak Wehrf.Stellv. Anton Posnic |
1939 Nach der Machtübernahme im März 1938 konnte sich auch die Feuerwehr der Maschinenfabrik Andritz den politischen Strömungen nicht entziehen und so änderten sich auch Aussehen und Statuten mit der Zeit. Charakteristisch dafür waren Helm, Kragenspiegel, Ärmelabzeichen, Schulterspangen und Schirmmütze die der Wehrmacht angeglichen waren. |
Die Kommandanten und Kommandantenstellvertreter ab 1940
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Im Bild zusehen der damalige Hauptbrandinspektor und Kommandant der Betriebsfeuerwehr Herr Hermann Steßl (Träger zahlreicher Feuerwehrauszeichnungen und ab 1961 stellvertretender Bezirksfeuerwehrkommandant der Betriebsfeuerwehren) mit Uniform |
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Die Mannschaft wurde unter der neuen Führung von 11 auf 32 Kameraden aufgestockt. In die kaum vorhandene technische Ausrüstung wurde wieder intensiv investiert. So wurde eine Tragkraftspritze RO 80, gezogen von einem Transportwagen „Büffel“ durch eine neue VW 75 Tragkraftspritze (die heute noch im Einsatz steht) mit Anhänger und einem gebrauchten VW-Kastenwagen (umgebaut zu einem Kleinrüstfahrzeug, von den Lehrlingen der MFA) erneuert. |
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1965 |
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HBI Ing. Anton Dittrich |
ABI Ing. Franz Ruhri |
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| Befehlsausgabe für die Gruppenkommandanten bei einer Einsatzübung im Werksgelände. | |
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| Kommandant und Stellvertreter bei der ersten Übung mit dem TLF 1000 | Übung mit schwerem Atemschutz und Hitzeschutzanzügen. Zur damaliger Zeit, modernster Stand der Schutzausrüstung im Feuerwehrwesen. |
Am 1. Oktober 1983, im Rahmen des 26.Bezirksfeuerwehrtages in Andritz, wurde der gut bewährte aber sich schon dem Methusalemalter nähernden Opel Blitz, durch einen neuen Mercedes Benz L 608 D ausgetauscht. Somit erhöhte sich die Schlagkraft der freiwilligen Betriebsfeuerwehr erheblich.
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1983 Mannschaftsfoto |
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Die neue Führung nach Pensionierung von ABI Ing. Franz Ruhri |
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1985 |
1988 |
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ABI Ing. Franz Ruhri |
ABI Paul Bosnar |
ABI Paul Bosnar |
OBI Josef Absenger |
| Der als Kleinrüstfahrzeug (KRF) konzipierte VW Transporter, wurde wegen unzureichendem Platzbedarf zur Aufnahme neuer technischer Gerätschaften, durch ein Kleinlöschfahrzeug KLF Mercedes ersetzt, das auch heute noch seine Dienste als Einsatzfahrzeug in der Wehr erfüllt. |
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Im April 1992 fand der schon legendär gewordene 1. technische Flohmarkt der Betriebsfeuerwehr statt.
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1993 |
1994 |
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HBI Ing. Manfred Seefried |
OBI Peter Mollich |
HBI Ing. Michael Burger |
OBI Peter Mollich |
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Wiederum wurde in die Erweiterung der Technischen Ausrüstung investiert. Die Anschaffung einer Atemluftfüllstation Poseidon N250 mit 250 l/min Füllleistung sowie ein technischer Rüstanhänger mit Inventar wurden getätigt. Die Tragkraftspritze VW-TS 800 wurde durch eine neue Ziegler TS1200, mit einer Leistung von 1200 l/min ersetzt. |
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1999 |
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HBI Alois Glettler |
OBI Peter Mollich | |
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Als eine sehr aktive Zeit, nach der Gründung der Freiwilligen Betriebsfeuerwehr Andritz AG, kann man die letzten Jahre bezeichnen. Durch die weltweit verheerenden Großereignisse, wo enorme Werte vernichtet wurden, wurden Versicherer und Behörden auf den Plan gerufen wirksamere Maßnahmen für den vorbeugenden Brand- und Katastrophenschutz in Betrieben einzufordern. Dank der guten wirtschaftlichen Lage wurden enorme Investitionen zur Verbesserung des baulichen und technischen Brandschutzes freigegeben und realisiert. Auf dem personellen Sektor wurde durch die Anschaffung neuer Einrichtungen und Gerätschaften, eine umfassende Aus- und Weiterbildung der Einsatzmannschaft notwendig. So wurden und werden Schulungen an der Brandmeldezentrale und der Sprinkleranlage durchgeführt, sowie der Erwerb des Führerscheins mit „C“ Lenkerberechtigung forciert. Fahrsicherheitstrainings mit dem RLFA werden für alle Lenkerberechtigten organisiert. |
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2002 |
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ABI Alois Glettler |
OBI Alfred Triebl | |
HBI Alois Glettler ist seit 2007 nicht nur Kommandant der freiwilligen Betriebsfeuerwehr Andritz AG. Er wurde zum Abschnittsbrandinspektor (ABI) des Abschnittes 2 Nordost in Graz gewählt, dem weitere 5 Betriebsfeuerwehren angehören.
Dieser chronologische Streifzug von der Gründung bis Heute zeigt, wie sich die Organisation, BtF Andritz AG, deren Ausrüstung und Ausstattung, aber auch ihre Einsätze und Tätigkeiten in den vergangenen 140 Jahre verändert haben.
Gut Heil
OBI Alfred Triebl
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